Hunderecht | Anwalt für Hunde Ackenheil: In der Sommerhitze - Hunde im Auto

Hunderecht | Anwalt für Hunde Ackenheil: In der Sommerhitze : Hunde im Auto droht der Tod.
Das Polizeipräsidium Osthessen klärt auf.
Sie erreichen uns zum Anfang eines jeden Sommers immer wieder aufs Neue - die Horrormeldungen von im Auto eingeschlossenen und dann bei Hitze qualvoll umgekommenen Hunden. Es reichen schon wenige Minuten ab zirka 20 Grad Celsius in einem verschlossenen Auto in praller Sonne, um den Hund in eine lebensbedrohliche Situation zu bringen. Hunde und Katzen schwitzen nicht. Sie regulieren den Wärmeaustausch über Hecheln. Die dadurch entstehende Wasserverdunstung muss das Tier durch Trinken ausgleichen. Hat es dazu keine Möglichkeit, kommt es zur Hyperthermie, d.h. die Körpertemperatur steigt an, die Tiere "verkochen" förmlich. Zellen und Organe gehen kaputt. Schließlich kollabiert das Tier nach qualvollem Kampf und stirbt letztendlich an Herzversagen.

Erste Anzeichen dieser Überhitzung: Unruhe, eine weit herausgestreckte Zunge bei gestrecktem Hals, Taumeln, Erschöpfung. Ab 40 Grad Celsius Körpertemperatur treten Kreislaufbeschwerden auf. Lebenswichtige Organe werden weniger mit Blut versorgt, was zum Schock führen kann. Steigt die Körpertemperatur auf 43 Grad Celsius an, gerinnt das körpereigene Eiweiß, was Bewusstlosigkeit und den Tod zur Folge haben kann. Daher sollten Sie beim Transport des eigenen Hundes und beim Parken immer auf ausreichend Luftzufuhr achten.

Was können Sie tun, wenn Sie einen Hund in Not im Auto sehen?

1. Verständigen Sie die Polizei.

2. Sie sollten umgehend helfen.
Ein Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall! Das Tier muss deshalb so schnell wie möglich in tierärztliche Behandlung. Bringen Sie das Tier umgehend an einen schattigen Platz und kühlen Sie es langsam mit nasskalten Tüchern für mindestens 30 Minuten ab. Ist der Hund bei Bewusstsein - und nur dann - schluckweise Wasser anbieten. Bei Bewusstlosigkeit muss der Hund in die stabile Seitenlage gebracht werden, wobei die Zunge heraushängen muss.


Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=43558

Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Osthessen
Pressestelle

Telefon: 0661-105-0
Fax: 0661-105 1019
E-Mail: pressestelle.ppoh@polizei.hessen.de
Quelle: Text: G. Kämpfer (Diensthundekoordinator für den Bereich Bad Hersfeld) Conny Jehnert, POK'in Polizeipräsidium Osthessen - Pressestelle Tel. 0661/105-1012
Originaltext: Polizeipräsidium Osthessen

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