Tierschutztransportverordnung Besondere Vorschriften zum Schutz von Nutztieren beim innerstaatlichen Transport / Abschnitt 3

Tierrecht: Tierschutztransportverordnung Besondere Vorschriften zum Schutz von Nutztieren beim innerstaatlichen Transport / Abschnitt 3

§ 9 Raumbedarf und Pflege
§ 10 Begrenzung von Transporten
§ 11 Eintagsku╠łken

Abschnitt 3
Besondere Vorschriften zum Schutz von Nutztieren beim innerstaatlichen Transport


§ 9 Raumbedarf und Pflege

(1) Zusätzlich zu den gemeinschaftsrechtlichen Vorschriften hat derjenige, der Einhufer oder Tiere der
Gattung Rind, Schaf, Ziege oder Schwein, soweit sie Haustiere sind, (Nutztiere) befördert, bei innerstaatlichen
Transporten die Vorgaben der Anlage 2 an die Abtrennung der Tiere einzuhalten. Abweichend von Satz 1 kann die
Gruppengröße bei Rindern und Schweinen mit einem Lebendgewicht von jeweils u╠łber 70 Kilogramm um bis zu 20
vom Hundert u╠łberschritten werden, soweit Tiere zusammen befördert werden, die mindestens sieben Tage vor
Beginn des Transports am Ort der Versendung als Gruppe gehalten worden sind.
(2) Abweichend von Anhang I Kapitel VII Buchstabe D der Verordnung (EG) Nr. 1/2005 hat derjenige, der
Schweine, soweit sie Haustiere sind, befördert, bei innerstaatlichen Transporten die Mindestbodenfläche
nach Anlage 2 Nr. 4 Spalte 2 einzuhalten. Er darf jedoch den Schweinen nicht mehr als die doppelte
Mindestbodenfläche nach Anlage 2 Nr. 4 Spalte 2 zur Verfu╠łgung stellen.
(3) Geschlechtsreife männliche Rinder du╠łrfen in Gruppen nur befördert werden, wenn die lichte Raumhöhe bei
Straßentransporten auf höchstens 50 Zentimeter u╠łber dem Widerrist des höchsten Tieres begrenzt ist.


§ 10 Begrenzung von Transporten

(1) Zusätzlich zu den gemeinschaftsrechtlichen Vorschriften du╠łrfen Nutztiere im Rahmen innerstaatlicher
Transporte zu einem Schlachtbetrieb nicht länger als acht Stunden befördert werden. Dies gilt nicht, soweit die
Transportdauer aus unvorhersehbaren Umständen u╠łberschritten wird.
(2) Absatz 1 gilt nicht, soweit
1. die Nutztiere in Transportmitteln befördert werden, die nach Artikel 18 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 1/2005
zugelassen sind und die die Anforderungen nach Anhang I Kapitel VI Nr. 1.1, 1.2, 1.6 bis 1.8, 2, 3 und 4.1 der
Verordnung (EG) Nr. 1/2005 erfu╠łllen,
2. beim Transport die Vorgaben nach Artikel 5 Abs. 4 sowie nach Anhang I Kapitel VI Nr. 1.3 bis 1.5 und 1.9 der
Verordnung (EG) Nr. 1/2005 eingehalten werden und
3. der Transportunternehmer, der den Transport durchfu╠łhrt, u╠łber eine Zulassung nach Artikel 11 Abs. 3 der
Verordnung (EG) Nr. 1/2005 verfu╠łgt.
(3) In den Fällen des Absatzes 1 sind die Tiere nach Ankunft in dem Schlachtbetrieb unverzu╠łglich abzuladen.

(4) Kälber im Alter von weniger als 14 Tagen du╠łrfen vorbehaltlich des Artikels 1 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr.
1/2005 innerstaatlich nicht befördert werden.


§ 11 Eintagsku╠łken

Zusätzlich zu den gemeinschaftsrechtlichen Vorschriften hat der Absender bei innerstaatlichen Transporten von
Eintagsku╠łken sicherzustellen, dass
1. die Eintagsku╠łken innerhalb von 60 Stunden nach dem Schlupf den Empfänger erreichen und
2. in dem Bereich, in dem sich die Tiere während des Transports aufhalten, eine Temperatur von 25 bis 30 Grad C herrscht.
Ausfertigungsdatum: 11.02.2009,
Auszug v. Bundesministeriums der Justiz

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