PFERDEKAUF / PFERDERECHT: Gekauftes Pferd lahmt - Rückgabe und Schadenersatz

PFERDEKAUF / PFERDERECHT: Gekauftes Pferd lahmt - Rückgabe und Schadenersatz

Nur wenige Wochen nach dem Pferdekauf eines Pferdes (Turnierpferd ) lahmte das Pferd. Eine tierärztliche Untersuchung ergab, dass das gekaufte Pferd unter einen chronischen Fesselträgerschaden im rechten Hinterbein leidet.
Der Pferdekäufer aus dem arabischen Emiraten möchte nun den Kaufpreis für das neunjährige Springpferd in Höhe von 60.000 Euro sowie die Erstattung der Kosten als Schadenersatz vom Verkäufer gelten.

Als Schadenersatz macht der Käufer des Pferdes gelten: die Erstattung der Kosten für die Ausfuhr des Pferdes (27.700 Euro), tierärztliche Untersuchung (4600 Euro) sowie Futter- und Stallkosten von nunmehr über 25.000 Euro.

Das Landgericht Bonn hat nun zu entscheiden, ob der Käufer des Pferdes gegenüber dem Verkäufer einen Anspruch auf Rückabwicklung des Kaufvertrages (Pferdekaufvertrages) besitzt

Pferdekauf - Proberitt und Ankaufsuntersuchung

Der Pferdekäufer war nach einen positiven Proberitt vom dem Pferd überzeugt und nach einer ausgiebigen Ankaufsuntersuchung stand dem Kauf des Pferdes nichts mehr im Wege.

Beim Pferdekauf - war das Pferd gesund?

Eine Blutuntersuchung brachte den Zweifel - War das Pferd beim Pferdekauf und der Ankaufsuntersuchung mit Schmerzmitteln gedopt?
Das Verhalten des Pferdes bei dem Proberitt und auch beim Tierarzt, der das Ankaufsgutachten fertigte, zeigte keinerlei Auffälligkeiten. Nach der Auswertung der Blutprobe wurde offenbar, dass das Pferd Phenylbutazon im Blut hatte, ein Medikament, das entzündungshemmend und schmerzstillend ist. Mit so einem Mittel lasse sich eine Lahmheit durchaus überdecken, stellte ein Professor der Biochemie in einem Gutachten fest.

Pferd beim Kauf mit Schmerzmitteln gedopt?

Der verklagte Reitstall weißt jeden Vorwurf von sich. Jedoch kann man nicht ausschließen, dass vielleicht das Pferd aus dem Trog des Pferdes in der Nachbarbox sich bedient haben könnte.
Man kann auch nicht ausschließen, dass das gekaufte Pferd die Erkrankung zum Zeitpunkt des Kaufs zwar nicht erkennbar zeigte aber nun die Lahmheit chronisch entwickelt habe.


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